|
Die Berufsbekleidung, also Sachen, die man während der Arbeit trägt, wurde im Laufe der Zeit großen Veränderungen unterworfen. Dazu zählen zum einen der modische Geschmack der unterschiedlichen Zeiten und zum anderen die sich verändernden Anforderungen an Berufsbekleidung, die nicht nur zum Beruf passen, sondern bei der Arbeit auch schützen soll. Beispielsweise hat sich das Bild des Lehrers zwischen dem 19. Jahrhundert und heute extrem gewandelt. Früher hatten die Schüler Angst vor ihren Lehrern, die mit Zylinder und dunkler Kleidung die Klasse betraten. Damals gehörte auch der Rohrstock zur Berufsbekleidung, was heute natürlich undenkbar ist. Heute kann man Lehrer manchmal kaum noch von Schülern unterscheiden, gerade wenn Sie an Berufsschulen oder als Dozenten an Universitäten tätig sind. Leger gekleidet stehen Sie den neugierigen und kritischen Schülern gegenüber, die nicht einfach alles glauben und hinnehmen, was ihnen erzählt wird. Auch ein Zugführer war früher eleganter gekleidet als heute. Neben einem Zylinder trug er weiße Handschuhe als Berufsbekleidung. Diese dienten dazu, die Sauberkeit, für die sein Heizer zuständig war, zu kontrollieren. Auch als es schon Dieseltriebfahrzeuge gab, erkannte man den Lokführer stets an seiner Uniform. Nur heute ist ein Zugführer kaum noch von den Menschen, die er befördert, zu unterscheiden. Er trägt bequeme Kleidung, während er den Zug lenkt, und kaum ein Passagier wird ihn zu Gesicht bekommen. Anders sieht das natürlich bei den Zugbegleitern aus, die immer noch eine Art Uniform als Berufsbekleidung tragen.
|